Warum Heilung nicht nur im Kopf geschieht: Interview mit Anando Würzburger
Shownotes
In diesem Interview teilt die renommierte Therapeutin Anando Würzburger ihre faszinierende und langjährige Reise durch verschiedenste spirituelle und therapeutische Welten. Sie beleuchtet dabei Stationen in Amerika, Berlin und Japan, bis hin zur Arbeit in Indien und ihrer Verbindung mit Osho. Sie erklärt, wie diese Erfahrungen ihre heutige Arbeit prägen und warum die Verbindung von Körper, Geist und Seele so essenziell ist. Anando spricht dabei auch über verschiedene Formen der Meditation und Körperarbeit. Sie erklärt, wie Erdung, Selbstakzeptanz und die Verbindung zum Herzen essenziell für Heilung und persönliches Wachstum sind.
LINKS zu Anando
- In der Uta Akademie (Aus- und Fortbildungen) https://www.uta-akademie.de/de/profile/32
- Im Osho Uta Institut (Selbsterfahrung): https://www.oshouta.de/de/profile/32
- Webseite Anando Würzburger: https://hara-awareness.de
- Anando´s YouTube Kanal
- Anando als Autorin
- Die Dynamische Meditation im UTA: https://www.oshouta.de/de/angebot/dynamische-meditation
LINKS zu Alex
- Mein Buch HERZPLOSION: https://herzplosion.de
- https://alexanderfreise.com
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- Aktive/Dynamische Meditationen nach OSHO: Meine Erfahrungen
Kapitelmarken 00:00:00 Intro 00:03:20 Anandos Leichtigkeit und ihr Weg zu OSHO 00:07:51 Wie funktioniert Selbstfindung? 00:10:41 Lässt sich Leichtigkeit erlernen? 00:17:28 Alex Seminarerfahrung bei Anando 00:23:22 Anandos Antrieb 00:27:04 Die deutsche Kultur im Vergleich zu anderen 00:31:38 Japan 00:35:30Amerika und Berlin: Massagen, das Bauchzentrum und die Mandala Meditation 00:42:03 Indien: Shiatsu, Hara-Zentrum, Past Lives 00:51:39 Was tun, wenn ich anders ticke als mein Umfeld? 00:53:23 Pune 1 & 2 00:55:52 Wie lässt sich Erdung erkennen? 00:58:58 Trauma-Arbeit 01:05:04 Das Herz 01:12:07 Dunkelmeditation 01:20:25 Meditation für Kinder 01:22:31 Outro
Musik: Alexander Freise Produktion: Alexander Freise
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00:00:09: Herzlich willkommen zur Bewusst-Leben.
00:00:12: Ich bin heute nicht bei mir zu Hause und auch nicht alleine, sondern ich bin im Osho Uta-Institut in der wundervollen Buddha Hall.
00:00:23: Und eben ... ich darf die Wundervolle Anando Würzburger begrüßen!
00:00:29: Hi!
00:00:29: Hallo
00:00:30: lieber Alex, vielen Dank für die Einladung.
00:00:33: Ich hab so danken dass ich hier sein darf und ich freue mich sehr heute mit dir in den Austausch zu gehen für alle Zuhörer und Zuhöhrerinnen.
00:00:42: Wer bist du?
00:00:43: Ich möchte dich einmal vorstellen, ich denke jemanden der den Podcast hier schon länger verfolgt wird wissen ... Ich werde auch die entsprechenden Episoden dazu verlinken, die ich mit diesem Haus in Verbindung produziert habe aber dass sich eine ganz besondere Verbindung mit dem Uta hier in Köln haben unter anderem weil ich meine Meditationslehrerausbildung absolviert habe Worunter du eine der Lehrerinnen warst.
00:01:10: Und wer bist du, Anando?
00:01:12: Du bist Heilpraktikerin für Psychotherapie.
00:01:15: Du bist Mitglied hier im Utertherapeuten-Team und das Spannende bei dir ist dass du östliche Körpertherapien und Meditationsmethoden verbindest mit westlicher Psychologie auch Traumaarbeit.
00:01:29: da kommen wir noch drauf zu sprechen Und du hast diverse Ausbildungen, wahrscheinlich werde ich die gar nicht vollständig hier auflisten können.
00:01:36: Aber das was ich jetzt nennen möchte ist also du bist ausgebildet im psychologischen Beratung in somatic experience in Atemtherapie.
00:01:44: schia zu hast du gerade schon erwähnt?
00:01:46: Was das genau ist können wir vielleicht für die Hörerschaft auch noch einordnen.
00:01:50: Dann eine Begriff, die ich noch nie ausgesprochen habe.
00:01:53: Aber den kannst du mir auch näher bringen.
00:01:54: Katzogen-Undo ... dann Oschos meditative Therapien.
00:01:58: Was natürlich eng verbandelt ist mit diesem Ort hier und Du hast die Harra Awareness Massage entwickelt.
00:02:05: Und was ich nicht unter den Teppich kehren möchte isst Du bist Autorin.
00:02:08: Auch darüber sprechen wir heute Genau!
00:02:11: Unsere Verbindung ist hier durchs Haus entstanden muss grade mal überlegen, wann das das erste Mal war.
00:02:19: Es war nämlich ... gar nicht in der Meditationslehrerausbildung oder doch?
00:02:26: Ich bin mir gar nicht so sicher, weil ich auch bei Moving from Source bei dir war.
00:02:30: Ja!
00:02:30: Ich bin nur noch nicht sicher, ob das schon in der medi-Lehrerausbildung war oder davor.
00:02:33: Aber gut, das finden wir raus.
00:02:35: Also wie gesagt, ich hab eine Meditationslehrausbildung gemacht im ersten Modul.
00:02:39: Das heißt du warst tatsächlich die erste Dozentin, bei der ich unterrichtet wurde und dann habe ich auch doch die ... Weiterbildung zum Entspannungstraubhäuten gemacht.
00:02:49: Und da waren zwei Module, und zwar einmal Atmung, Erdung- und Harazentrierungen ... und Anleitung von geführten Meditationen und Herzmeditationen.
00:02:59: Also ein bunter Blubenstrauß über den wir heute reden können.
00:03:03: Wir lassen uns so ein bisschen vom Flow führen.
00:03:07: Ich möchte einsteigen mit einer Wahrnehmung, die ich von dir gewonnen habe.
00:03:12: Mhm!
00:03:13: Da bin ich gespannt jetzt.
00:03:14: Die mich am Anfang Ehrlich gesagt, so ein bisschen irritiert hat.
00:03:18: Aber das liegt vielleicht auch einfach an meiner deutschen Sozialisation.
00:03:21: Du hast eine unglaubliche Leichtigkeit wenn du die Themen näher bringst, die du näher bringen möchtest.
00:03:29: und so eine Verspieltheit Und natürlich immer auch eine klare Klarheit und Seriosität dabei.
00:03:36: aber so eine Leichtigkei So ne kindliche Verspieltheit.
00:03:40: Das habe mich eigentlich über all die Module hin sehr beeindruckt weil man normalerweise von Unterricht und wenn man in der Schule ist, eigentlich eher so das Gegenteil gewohnt.
00:03:51: Das muss strukturiert, es muss ernsthaft korrekt sein ... Und das hat bei dir eine andere Qualität?
00:04:02: Ich vermute mal dass das sehr bewusst ist.
00:04:05: Ist das was, was bei dir schon immer da war oder ist das entstanden?
00:04:09: Sagen wir mal so, es ist mein Naturell!
00:04:11: Ich hatte schon in der Schule Eintracht ... Im Klassenbuch Würzburger Lacht im Unterricht.
00:04:18: Ich meine, okay... Aber das mein Naturell ist eigentlich Humor und deswegen bin ich auch bei Osho gelandet weil der so viele Witze erzählt hat und gleichzeitig aber einen ganz ernsthaften Philosophie-Hintergrund hatte als Philosophiprofessor.
00:04:37: Und diese Kombination war für mich selber genau das was sie mir selber naheliegt.
00:04:44: Und ja, die Vorsokratiker haben mich eigentlich auf den spirituellen Weg gebracht.
00:04:51: also ich habe altgriechisch gelernt und die ganzen Philosophen vorsokrates inklusive die haben mich quasi schwer ins nachdenken gebracht.
00:05:04: da geht es auch um sein Und die Dimension von Bewusstsein.
00:05:09: und was sind Ideen, wo kommen sie her?
00:05:12: Also da kann man schon eigentlich alles finden mit dem sich auch Achtsamkeit beschäftigt.
00:05:19: Okay also ist das eine Sache, die von Osho inspiriert wurde.
00:05:26: jetzt stellt sich mir im zweiten Schritt direkt die Frage wie bist du denn zu Osho gekommen?
00:05:33: Ich war schon auf der Suche.
00:05:34: Ich habe zuerst mit Yoga angefangen, da war ich zwanzig und hab das aus dem Buch gelernt weil damals gab es gar keine Kurse.
00:05:42: Das waren sieben, siebzig oder sechsen Siebzig in Berlin und dann bin ich tatsächlich in die Nationalbibliothek gegangen und habe vom Franzosen ein Buch gefunden und bin total darauf geflasht in der Zeit mich auf eine Prüfung vorbereitet und habe jeden Morgen, Juli gemacht.
00:06:04: Ein, zwei Stunden... Und dann bin ich aber irgendwie in einer anderen Bewusstseinsferien gerutscht könnte man sagen.
00:06:14: Der Umgang mit Menschen war auf einmal ein bisschen befremdlich weil mich das irritiert hat wenn ich das gewählt habe.
00:06:19: da ist keiner da wenn ich mit jemanden spreche.
00:06:24: Das hat mich dann wirklich auf den Weg gemacht was zu suchen ... wo ich Inspiration oder auch so was wie eine Leit, also was finden kann.
00:06:36: Leitblanken ja genau.
00:06:39: Und wie bist du da für nicht geworden?
00:06:42: Ich war ein halbes Jahr in Amerika und habe Amerikanistik studiert und war dann quasi auf... ... auf Reise, um meinen Staatsexamtsarbeit zu schreiben.
00:06:53: Das war so der offizielle Grund, da bin ich von Landkommunen gewesen.
00:06:57: Damals gab es ja riesengroße Kommunen, wo mehr als tausend Leute gelebt haben, um alternative Wege ... ... in Gemeinschaft zu leben und mit mehr Bewusstsein miteinander umzugehen.
00:07:11: Aber alles was quasi ... ... fanatisch war, wo man versucht wurde ... zu bekehrt werden.
00:07:20: Das hat mich einfach mal toll voll abgenerft, weil... und das war schlimm.
00:07:29: also man war unterwegs überall hat jemand versucht einen irgendwie ins Feld reinzuziehen.
00:07:36: oder ob man jetzt an der Bushaltestelle stand oder sonstwo gab es da zu der Zeit viele alternative sprituelle Bewegungen die aber auf der Straße auch unterwegs waren.
00:07:47: Also ich frag da deswegen so noch, weil ... Ich von meiner Hörerschaft oder die Frage aufploppt.
00:07:54: Wie findet man sich denn eigentlich?
00:07:57: Wenn man auf der Suche ist.
00:07:58: Ich glaub, dass viele Menschen auf der suche sind und dass man in so was hinein fällt durch Sozialisationen, durch Familie, durch Schule und ja ... an einen Punkt kommen kann, wo man einfach merkt, ich bin da in irgendeinem Hamsterrad drin und es fühlt sich alles nicht richtig an.
00:08:15: Ich möchte was anderes finden.
00:08:17: oder wie finde ich das denn?
00:08:19: Richtig.
00:08:19: Also als erstes mal hatte ich Rückenschmerzen, also mein Körper hat mir quasi signalisiert, dass ich doch mal bitte mich anders mit mir beschäftigen soll.
00:08:28: Dadurch dann ... Das Yoga und die Veränderung in der Wahrnehmung... Und das Finden war über ein Foto könnte ich sagen, also so ein kleines.
00:08:42: Das hing bei jemandem, mit dem ich befreundet war an der Wand Und das hat mich angesprochen.
00:08:50: Die Augen und eben die Art von Meditation, dass es bewegte Meditationen waren... ...und dass ich niemand da war der versucht hat mich irgendwie zu beschwätzen oder da quasi reinzuziehen sondern es war eher im Gegenteil wenn ich irgendwas wissen wollte ... beim Meditieren, da musste ich den Leuten das aus der Nase ziehen.
00:09:11: Also war überhaupt keiner da!
00:09:13: Ich ... ... hatte so viel, es interessiert keinen.
00:09:16: Komm' ich oder komm' nicht?
00:09:17: Oder... Das war für mich ein Plus.
00:09:20: und dass es eben Menschen waren die gerne getanzt haben.
00:09:23: Ja.
00:09:24: Und weil ich auch sehr gerne eben getanzt hab, tanzen war für me ... Der erste Schritt, wo ich quasi gemerkt habe, da gibt es eine andere Dimension.
00:09:35: Man so ganz loslässt und trotzdem präsent ist und den Körper einfach machen lässt, dass ich über das Tanzen auch in andere Dimensions gekommen bin.
00:09:47: Und deswegen haben mich Meditationen dann auch angesprochen die dieses Element Bewegung mit drin haben also das Lebendige eben
00:09:55: Ja, ja.
00:09:56: Und damals war das so in der Yoga-Szene immer noch sehr streng und kein Sex vor der Ehe am besten.
00:10:06: Es war schon Karma, schlechtes Karma – es hat sich für mich ein bisschen angefühlt wie katholische Kirche.
00:10:14: Du bist vom Grunde auf schlecht und du hast ein Problem weil dein Karma dich drückt von hinten?
00:10:22: Und das hat mich nicht inspiriert, sagen wir mal so.
00:10:26: Ja kann ich verstehen.
00:10:28: Das war mir zu streng.
00:10:30: Sondern dass Verspielte ... ... das Leben feiern... ... das war für mich eine wichtige Dimension von Meditationen.
00:10:42: Du hast am Anfang gesagt, dass auch dein Naturell ist bei dieses Verspieltsein und wenn jemand das jetzt nicht isst, ist das was man lernen kann?
00:10:53: wofür man sich öffnen kann, auch wenn es nicht das Naturell ist?
00:10:58: Wenn mal Kinder beobachtet die spielen eigentlich alle gerne.
00:11:03: Das Spielen und Neugier ist ja eigentlich das was uns antreibt und dass was uns neue Erfahrungen suchen lässt und wodurch unser Gehirn auch wirklich dann neues dazu lernt.
00:11:15: Wenn der Motor ist das Spielen- und die Neugiere dann bleibt es auch besser im Gehirne hängen.
00:11:23: Wir merken uns das besser.
00:11:24: Wir lernen wirklich dazu, weil wir sind motiviert und es macht Spaß!
00:11:29: Wenn wir aber nicht wirklich motiviert sind, wenn der Antrieb nicht von innen kommt und aus der Strenge herauskommt... Das ist viel mehr Arbeit, dass das dann hängen bleibt.
00:11:42: Weil der innere Motor ist ja da ... in die Welt rauszugehen und sie zu erkunden... ...und zu erforschen.
00:11:48: Wenn diese innere Bewegung, wenn die zu viel gestoppt wurde als Kind,... ...und man zuviel in diesem, so jetzt machen wir das ja, dann machen wir es so,... ...nach wenn zu viele Vorgaben von außen ständig auf einen eindringen,... ...dann verliert man diesen Zugang zum Inner- und Funken.
00:12:11: Das wollte ich grade sagen, ich weiß nicht ob man's hört.
00:12:13: Gerade war im Hintergrund hier so ein bisschen Musik ... weil hier gerade die Primärtherapie stattfindet.
00:12:18: Mhm.
00:12:19: Die
00:12:19: du auch geleitet hast.
00:12:21: viele Jahre?
00:12:22: Viele Jahr, ja.
00:12:24: Ja, ungefähr dreißig Jahre,
00:12:25: ja!
00:12:26: Ich find das übrigens sehr schön, wenn im Haus das mit rein schwingt in den Podcasts auf der Tonebene, weil es hier einfach auch ein Haus ist, wo viel Stadt findet und wo auch ... Ich für meinen Teil auch so das Gefühl habe, wenn ich hier zum Beispiel einen stillen Retreat oder einen dunklen Retreat bei dir absolviert hab.
00:12:48: Es ist trotzdem, wenn du die Räume verlässt einfach viel los und man hat die Möglichkeit dadurch relativ schnell ins integrieren zu kommen und zu gucken.
00:12:55: was kann ich jetzt eigentlich mit dem anfangen was ich so erfahren habe?
00:12:59: Ziemlich unmittelbar weil auch wenn man aus dem Seminar rausgeht bist du halt mitten in der, sage ich mal ein Anführungszeichen harten Kölner Innenstadt Und ich find das eigentlich sehr charmant für die innere Reise.
00:13:13: Und so finde es auch schön, dass jetzt gerade diese Töne der Primärtherapie in den Podcast rein schwingen und da sind wir ja ein bisschen beim Thema.
00:13:21: Also bei der Primärtherapie schaut man, korreiere mich bitte weil ich sie noch nicht gemacht habe wenn ich falsch bin aber auch genau diese Zeiträume der Kindheit und des jugendlichen Seins an je nachdem, was man da so für Vorgaben bekommen hat und wovor man sich verschlossen hat.
00:13:40: Da schaut man sozusagen unter den Teppich
00:13:42: oder?
00:13:42: Ja, man versucht sich selber wieder auch zu finden eine bessere Verbindung wieder zu sich bekommt, zu seinen eigenen Gefühlen oder zu dem Bedürfnissen auch.
00:13:54: Und diese inneren Schranken die wir quasi mit uns tragen mal beiseite lassen zu können.
00:14:00: ist
00:14:00: es einfacher dann wenn wir diese Schranken, die wir durch Sozialisation bekommen haben und wieder mehr zu diesem kindlichen Sein finden.
00:14:10: Ist es dann auch einfacher?
00:14:12: Das zu finden was eigentlich glücklich macht im Leben.
00:14:16: ist das eine Schlussfolgerung?
00:14:17: wichtig ist dass man quasi nicht in dem Trauma was in der Kindheit vielleicht war dass man da sich nicht zu sehr wieder verhaftet und glaubt, also nur wenn ich jetzt alles verstanden habe was in der Kindheit ist dann kann ich ihn auch ein Weg finden.
00:14:34: Weil dann wird der Blick zu sehr rückwärts gerichtet.
00:14:40: das sehe ich immer bei Therapie bisschen die Gefahr dass der Blick so sehr sich nach hinten richtet und wir immer innerlich am forschen sind.
00:14:49: ja was macht jetzt mein inneres kind?
00:14:51: Und was will das jetzt?
00:14:54: den Blick für das Jetzt und im Erwachsenensein und Vorweltsgehen verlieren.
00:15:02: Und da, finde ich, hilft diese Balance wenn wir mehr verbunden sind mit dem hier-und jetzt durch Meditation, dass dann aus... Dass immer diesen anderen Pol auch braucht, wenn ich Therapie mache eben nicht immer rückwärts zu gucken zu schauen, okay was ... warum fühle ich jetzt so und was passiert da mit mir?
00:15:31: Und jetzt werde ich wieder verletzt.
00:15:33: So weiter.
00:15:35: Sondern Präsenz im Hier-und-Jetzt.
00:15:37: Richtig!
00:15:38: Und zu gucken wie will ich damit jetzt umgehen?
00:15:41: Was macht mich jetzt aus?
00:15:43: Natürlich ist gut zu verstehen welche Mechanismen aus der Kindheit uns festhalten aber die Lösung zu finden, in die Zukunft zu gehen oder einen Weg zu finden der mehr verbunden ist mit mir und dem was mich als Erwachsener auch ausmacht.
00:16:09: Das... das ist die Gefahr bei Therapie dass man sich da ein bisschen
00:16:15: im
00:16:17: Trend verlieren kann.
00:16:18: Kann ich bestätigen von meiner eigenen Reise?
00:16:23: Weil genau das mich an so einem Punkt war Schematherapie gemacht.
00:16:29: Und auch Traumatherapie und viel von dem erörtert und verstanden, warum ich dicke wie ich dickel.
00:16:38: Aber es hat tatsächlich für mein Gefühl nicht wirklich was gelöst also ist im Kopf angekommen aber nicht im Körper.
00:16:54: Deswegen hat's mir auch nicht so viele geholfen bestimmte Faltensmuster abzulegen.
00:16:57: Ich hatte starke auch Suchtveranlagungen, würde ich es mal so knallhart benennen.
00:17:05: Und das ist tatsächlich ... hat sich verändert als ich angefangen hab mit Meditation und dann auch Meditation irgendwann zu überführen in Körperarbeit.
00:17:13: Das ist hier in diesem Haus passiert.
00:17:15: Also diese Begegnung, Meditation nochmals was anderes zu begreifen.
00:17:20: Dass es noch viel mehr ist als ich setze oder ich liege oder gehe, sondern es kann noch viel dynamischer sein.
00:17:27: Genau das ist passiert.
00:17:28: Und dann möchte ich auch gerne zu einer Geschichte überschwenken, die tatsächlich auch in einem Deiner Seminare passiert ist.
00:17:37: Ich habe hier an einem Morgen ... die Dynamische gemacht und ... Das ist ja sowieso eine Reise für sich, die dynamische Meditation.
00:17:47: Es ist für Zuhörer und Zurerinnen, das ist eine der ... wirklich sagen bekanntesten Oschomeditationen.
00:17:56: Wie der Name eigentlich schon sagt, eine sehr dynamische Meditation mit fünf Phasen.
00:18:02: Und ich setz einfach mal einen Link in die Show-Notes, falls sich jetzt die Zugerachschaft ein Bild machen möchte.
00:18:06: Was ist diese Meditation?
00:18:07: Aber es geht wirklich viel um ... In der Kürze!
00:18:11: Es geht um Atmung, es geht um Emotionen ausdrücken, es gibt um Springen, es gilt um Stille und um Tanzen.
00:18:20: However, in dieser Meditation, die wir häufig machen wenn wir in der Ausbildung sind oder auch so an den Wochenenden ist an einem Tag, da war ich gerade bei dir in einem Modul eine unglaubliche Wut hochgekommen.
00:18:35: In dieser Phase wo wir Emotionen ausdrücken und ich habe laut geschrien du hast mich allein gelassen Und das hatte mit meinem Vater zu tun, mit dem Verlust von meinem Vater.
00:18:51: Ich hab ihn sehr früh verloren.
00:18:52: Ich war zwölf, da ist er an Krebs erkrankt und sehr unschön und schnell verstorben.
00:18:59: Und ich hatte dann natürlich auch keine väterlichen Leitplanken mehr ab dieser Zeit.
00:19:03: Wir haben es alle auf unserer eigenen Insel verarbeitet.
00:19:06: Da gab's nicht wirklich ... Also, ich habe keine Tools bekommen als in dem Alter um damit umzugehen.
00:19:12: Deswegen haben sich auch gewisse Flucht-Tendenzen bei mir festiert.
00:19:15: Manche waren positiver Natur wie zum Beispiel das Musikmachen.
00:19:18: ... haben sich als destruktiv herausgestellt.
00:19:21: Pornografie, Alkohol und so weiter und sofort.
00:19:24: Und ich habe in der Therapie ganz viel verstanden... ... ganz, ganz viel auch einordnen können.
00:19:35: Trotzdem... fing die eigentliche Arbeit erst an, die Dinge so richtig in den Fluss wiederzubekommen als ich in die Körperarbeit gegangen bin.
00:19:42: Und ein so wichtiger Moment und ich nehme jetzt ein Beispiel damit es greifbar wird war eben dieser Moment wo ich dieses laut geschrien habe und das Kissen auch in dieser Phase auf dem Boden gehauen und mir glaube ich den Finger dabei noch aufgeschlagen und du hast mich allein gelassen!
00:19:55: Und da war ein Anteil in mir der war immer noch ... Der konnte meinen Vater nicht verzeihen Und das hab ich dann tatsächlich mitgenommen zu dir in die Stunde.
00:20:09: Dann hast du mit uns eine Herzmeditation gemacht und hast sie angeleitet, und in dieser Herzmeditation mit geschlossenen Augen bin ich tatsächlich ... Das war gar nicht geplant!
00:20:20: Es ploppt ja dann auf, wenn es sein soll.
00:20:22: Bin ich in der Situation gelandet, in der ich das allerletzte Mal richtig Kontakt mit meinem Vater hatte.
00:20:28: Er lag schon sterbenskrank auf dem Sofa Und hat in dem Moment meine Hand genommen, konnte auch gar nicht mehr richtig sprechen und hat geweint.
00:20:38: Das war so seine Art sich zu verabschieden.
00:20:42: Ich bin ein großer Freund von innerer Kindarbeit ... das hab ich auch in der Therapie tatsächlich sogar als praktisches Tool mitgenommen.
00:20:47: Also ich will das gar nicht nur eine reine Gesprächstherapie.
00:20:51: Durch innere Kindmeditation konnte ich das Frühere schon gut versorgen.
00:20:55: Was ich bei dir gemacht habe, als es aufgeploppt ist, ich bin zu meinem Vater gegangen.
00:21:04: Ich habe mich auf die Sofa-Kante gesetzt und hab ihn umarmt als gesunder Erwachsener, und konnte ein großes Stück ... Ich weiß nicht, ob es schon komplett ist?
00:21:15: Da lasse ich mal einen Fragezeichen hinter.
00:21:17: Aber ein großes Stück Verzeihung und Herzöffnung walten lassen.
00:21:22: Und das ist total spannend.
00:21:23: Es hat angefangen durch diese dynamische Meditation, durch diese Körperarbeit wurde dann quasi über deine Herzmeditation auch in so einen schönen Hafen eingefahren.
00:21:38: Und das wollte ich jetzt grad mal teilen, damit es greifbar ist anhand einer persönlichen Geschichte?
00:21:42: Ja danke dir für's Zeilen!
00:21:44: Darf ich dazu was sagen?
00:21:45: Unbedingt, unbedingt!
00:21:46: Weil das Spannte ist ja... Was es zeigt ist vergeben passiert von allein.
00:21:55: Das kann man nicht machen.
00:21:56: Sondern dadurch dass sie
00:21:58: Wut
00:21:59: da sein durfte kann auch die Vergebung entstehen.
00:22:05: Das ist ein ganz wichtiges, wichtiger Schritt.
00:22:09: Deswegen bin ich ein Freund von Vergebungen geschehen lassen
00:22:14: und
00:22:15: nicht erzwingen.
00:22:16: Ist das Wort möglich?
00:22:19: Man kann es versuchen aber es bleibt ja dann an der Oberfläche.
00:22:24: auf einer Art Es kommt nicht eine tiefe innere Ruhe an die Person denkst.
00:22:32: Ja, ich halte da bewusst gerade ein Stückchen innen um einfach nochmal so nachzuspüren weil sich das tatsächlich in dem Moment ergeben hat.
00:22:51: es war überhaupt nicht erzwungen sondern es ist so natürlich passiert.
00:22:55: und aber es war auch überfällig.
00:22:58: ja
00:22:59: weil's wirklich nur ... es hat wirklich blockiert.
00:23:03: aus dir heraus entstanden.
00:23:05: Der äußere Rahmen hat dir nur die Gelegenheit gegeben, aber das ist eine innere Bewegung und es braucht diesen Rahmen von Halt um es geschehen zu lassen.
00:23:17: Wir sprechen ja jetzt über was sehr tiefgehendes.
00:23:23: Was ist dein Antrieb?
00:23:25: Ist das genau das zu initiieren bei Menschen?
00:23:29: unglaublich viele Jahre, du hast unglaublich viel Erfahrung.
00:23:32: Ich finde wenn man auch in deinen Seminaren ist merkt man das und trotzdem hast du diese Leichtigkeit.
00:23:41: ich glaube dadurch öffnest du auch so eine Ungezwungenheit und auch sich dafür einfacher zu öffnen weil ich glaube bei so einer Ernsthaftigkeit und dann hast du auch noch ein ernstes Thema in dir drin das ist manchmal kann das auch so ein bisschen durch diese lockere Art was es.
00:23:58: Was ist dein Antrieb?
00:24:00: Dass du das so was tiefgreifen, dass wie du jetzt bei mir initiiert hast.
00:24:04: Bei Menschen initiierst.
00:24:06: Mein Antrieb... Ja es macht mir ja tatsächlich Freude.
00:24:10: Ist eher wie Gärtner.
00:24:12: Ich gärtner ja auch gerne und gleichzeitig finde ich es spannend, wie das passieren kann.
00:24:22: Also mein Antrieb ist den Raum zu bieten, den einen roten Faden wiederzufinden.
00:24:29: Also am Anfang, wo ich quasi habe, ich Körperarbeit gemacht und mit Meditation gearbeitet.
00:24:36: Und dann war es aber irgendwie nötig, dass ich mich auch mehr therapeutisch also mit Gespräch auch betätige... ...und dann hab' ich immer gedacht, nee, das kann ich nicht!
00:24:47: Ah, will ich nicht jemandem sagen was mit ihm los ist?
00:24:52: Und der schlaue Sein, der alles durchblickt weil ich auch nichts als Gefühl hatte Ich bin so schlau Sondern ich bin da drauf, dadurch darauf gekommen.
00:25:05: Ich will lieber begleiten und den Rahmen und die Sicherheit geben etwas zu erforschen.
00:25:12: Aber ich bin jetzt nicht jemand der jemand gerne was auf dem Kopf zusagt.
00:25:16: bei dir ist jetzt das und dass oder so
00:25:20: Und
00:25:22: Das finde ich gerade spannend dieses Die Bewegung einladen Bei anderen sich selber mehr zu vertrauen auch
00:25:34: Und wieso kam bei dir dann dieser Schritt auch noch mal in diese psychologische Ebene, also auch in dieses Gesprächswelt einzutauchen?
00:25:43: Einfach um es besser zu verstehen und reinzunehmen.
00:25:48: Weil eigentlich Veränderungen in uns kann nur passieren wenn alle Ebenen angesprochen sind, einmal das Kognitive, dann was körperlich energetisch passiert und was wir bewusst wahrnehmen eben.
00:26:03: und eben auf der Gefühlsebene.
00:26:06: Wenn das als Ganzes zu einem neuen Erleben wird, dann erst kann Veränderung tatsächlich stattfinden.
00:26:15: Aber es muss auch immer mit dem Körper verbunden sein.
00:26:19: Mit dem was ich fühle und erlebe.
00:26:22: Und das ist glaube ich einfach wie unser Gehirn tickt.
00:26:25: Das ist nicht fühlen, ist nicht getrennt von Körperempfinden Wenn ich das kognitiv hier oben in den grauen Zellen rumwälze von links nach rechts, erlebe ich aber nichts Neues.
00:26:41: Es geht darum etwas zu verarbeiten was in uns festhängt und sich nicht durch bewegen konnte und neue Wege zu finden wie ich mit bestimmten Dingen vielleicht umgehen will oder Bedürfnissen.
00:27:00: Das braucht eigentlich Übung.
00:27:02: Und es geht nur, wenn's auch mit dem Körper verbunden
00:27:04: ist.".
00:27:05: Du bist ja jetzt viel rumgekommen in der Welt und tust das immer noch?
00:27:08: Du reist immer noch viel, gibst auch Seminare ... Ja, aber
00:27:12: wehn' ich ja jetzt nicht so.
00:27:13: Gott sei's gelobt!
00:27:17: Wie würdest du den Deutschen oder die Deutsche so vergleichen mit anderen Kulturkreisen, ... um diese Verbindung gerade geht zwischen Kopf und in den Körper bringen?
00:27:30: Ja, ich würde mal so sagen es ist besser geworden.
00:27:33: Aber das Kognitive steht soweit quasi im Vordergrund... ... dass diese Verbindungen fehlt.
00:27:43: So bin ich ja selber auch großgeworden.
00:27:45: Ich habe wahnsinnig viele Bücher gelesen schon als Kind und Jugendliche.
00:27:49: Und die Verbindung zum Körper und den Gefühlen, also des Integrieren ... war ja nicht vorhanden, sondern es ging darum.
00:28:01: so jetzt... Man benimmt sich so und so.
00:28:03: Man macht das und das.
00:28:05: Ich bin ja jetzt sechzehn Jahre aufgewachsen.
00:28:08: Da waren diese Idee wie man zu sein hat noch ein bisschen strenger alles.
00:28:16: Als jetzt ist schon eines lockerer geworden finde ich Deutschland.
00:28:26: Und ich finde jetzt ist es leichter auch mit Humor oder zum Beispiel auch mit dem Wissen, man braucht Entspannung und langsam angehen ist vielleicht noch ein bisschen effektiver als wenn man zack-zack immer alles macht.
00:28:41: Das das in Deutschland einfach so dominant dass deswegen muss ich den Humor auspacken.
00:28:52: aber deswegen braucht es in den Seminaren auch tatsächlich von mir eine Ansage, dass ich langsam arbeite und die Dinge mit Leichtigkeit angehe, dass das genauso tief in die Stille auch führen kann als wenn ich sage so in den Pausen wird nicht gesprochen.
00:29:13: Das habe ich teilweise aber auch von meiner japanischen Lehrerin gelernt des Katzigen-Undo Bewegung von innen Die Körperarbeit von Haru Chika Noguchi.
00:29:26: da arbeitet man Mit diesen spontanen Bewegungen im Körper Und findet über die Bewegung auch in die Stille.
00:29:37: In den Pausen wird wahnsinnig viel gequatscht und geredet, lange gegessen und die Gemeinschaft richtig praktiziert.
00:29:49: Am Anfang bin ich da selber an meine Grenzen gestoßen.
00:29:56: Da habe ich noch mal gelernt.
00:29:57: jetzt um im Meditationseminar in die Tiefe zu gehen muss es nicht unbedingt wie beim Retriez so sein.
00:30:05: In der Pause muss man in der Stille sein und nur mit sich, sondern das geht auch über diesen Kontrast von ganz viel im Kontakt sein Und eben Austausch, auch immer intellektuellen Austauschen und dadurch ihn die Stille finden.
00:30:21: Aber für unser Deutschen.
00:30:23: um nochmal auf deine Frage zurückzukommen wir haben sehr stark dieses Disziplin und Stränge als Weg noch so im Kopf Und ... ja, das braucht ein Gegengewicht.
00:30:41: Vielleicht ist es auch das, glaub ich hab's eingangs schon angeschnitten, was mich im Anfang irritiert hat als ich bei dir war das erste Modul und du hast in dir drin verankert bestimmte Erwartungen wie so ein ... Wie das auszusehen hat.
00:30:56: Vielleicht hatte ich eine gewisse Strenge und so einen Dampf erwartet.
00:31:02: Ich kann bestätigen dass das nicht zum ... Also nicht unbedingt zum Ziel führt oder besser zum Ziel.
00:31:10: Sondern ich hab ... je mehr Module, die ich bei dir folgen durfte, immer mehr auch verstanden, warum du machst was du machst und warum das auch so einen Impact hat.
00:31:23: Und ich meine, da habe ich diese Geschichte auch nicht umsonst erzählt.
00:31:26: Das hat mich zu einer ganz tiefgreifenden Erfahrung gebracht, die für mich und meinen Weg dieser Verlust von meinem Vater, der hat so viel geprägt würde ich auch einen wicheren Schlüsselmoment für mich waren.
00:31:39: Jetzt hast du aber Japan schon angesprochen, wie bist du denn da hingekommen?
00:31:42: Mir pflugt euch.
00:31:45: Okay super danke dir!
00:31:46: Nächste Frage...
00:31:49: Also ah ja das ist auch langer Weg.
00:31:52: also diese Körperarbeit habe ich eigentlich in Indien kennengelernt von das Seitai heißt der Überbegriff das heißt der wohlgestimmte Körper und es geht aber auch da wiederum darin den Geist und den Körper in eine Einheit zu bringen.
00:32:09: Und ... In der Verbindung zur Existenz, Himmel, Erde, Mitte.
00:32:14: Also Haara-Zentrierung.
00:32:16: Ja.
00:32:17: Und, äh, im Neunzehnundneinzig habe ich die Arbeit schon kennengelernt von jemandem, das von dem Japaner, der in Rom unterrichtet hat, also Schwertlehrer.
00:32:29: Uns gab halt mehrere, die das unterrichtete haben in Europa Also jemand in Paris, ich zu dazu da hieß der.
00:32:38: Denn der Founder ist schon'n altundsechzig gestorben leider, also könnte ich ihn deswegen auch nicht kennenlernen.
00:32:46: Sechsundsiebzig.
00:32:48: Und ja aber in Deutschland gab's keinen, der das da unterrichtet hat was ja auch schon seltsam is'.
00:32:56: Es hat sich einfach kein Japaner und Deutscher niedergelassen.
00:33:01: Danach habe ich noch jemand anders kennengelernt bei dem Izu Zuda gelernt hat, also ein Karatemeister.
00:33:10: Und das findet man halt nicht damals zumindest nicht sondern nur indem er Leute kennenlernt die da schon mal waren weil sie machen keine Reklame und so auf die Art bin ich dann halt mal habe meine japanische Lehrerinnen gefunden die noch direkt bei ihm gelernt haben bei Harutika Noguchi, dem Gründer in Japan.
00:33:36: Und da war sie selber noch jung und die ist immer nach Spanien gekommen.
00:33:42: Da habe ich dann bei ihr gelernt – da bin ich ja seit Jahrzehntausend eins – habe ich da Seminar über ihr gemacht und bin auch mal nach Japan gefahren und hab da auch Tempel besucht und bin direkt an meinem Geburtstag, das war der Hammer, in dem Tempel gelandet wurde die Duckelheitsmeditationen stattfindet, also stattgefunden hat.
00:34:06: Da geht man über verschiedene Lichtschleusen dann in eine Kammer und auch wieder raus und läuft immer am Seil entlang und man spürt die Dellen, die da im Stein sind.
00:34:18: wie viele Leute da schon lange gelaufen sein müssen.
00:34:23: unglaublich ja auf jeden Fall das war irgendwie auch der Hammer.
00:34:27: dazu landen ohne es vorher geplant zu haben an meinem Geburtstag Das war unglaublich.
00:34:34: Klingt seiner Erfügung?
00:34:36: Ja,
00:34:36: genau!
00:34:37: Und dadurch ist die Dunkelheitsmeditation auf deinen Weg gekommen.
00:34:40: oder war sie schon da?
00:34:41: Die war schon da.
00:34:42: also die praktiziere ich.
00:34:43: seit bin ich eigentlich durch Urschau auf die dunkelheits meditationsgesprochen angesprungen und zwar gibt es wie gern bei Rafa Tantra das buch von den hundertachzehn tantrischen meditations techniken aus dem sanskrit Und da hat er drüber gesprochen über die Hundertachzehntechniken.
00:35:06: Da ist eines davon returning to the source, also zur Quelle zurück... ...ist die Dunkelheitsmeditation.
00:35:13: So und seit neunzehnundneunzig habe ich die dann praktiziert jedes Jahr auch angeboten.
00:35:21: Ja und dann lande ich in Japan in dem Dunkelheitstempel und denke nur Wahnsinn!
00:35:26: Das war wirklich Wahnsinn
00:35:30: ja.
00:35:32: Möchte gerade für mich und für die Zuhörerschaft noch mal so ein bisschen deine Stationen einordnen.
00:35:39: Weil wir jetzt über vieles gesprochen haben, ich möchte unbedingt auch nochmal auf die Dunkelheit zu sprechen kommen weil ich ja auch bei dir einen Dunkelheits-Witfried gemacht habe und ... auch das definitiv zur Sprache kommen sollte, weil es einfach einen großen Impact hatte.
00:35:52: Also... Deine Reise auch im Ausland, die ist in Indien begonnen.
00:35:58: War das so?
00:35:59: die erste Station?
00:36:01: Die Erste war eigentlich Amerika.
00:36:03: Wenn du magst, nimm uns gerne mal mit auf die Reise von deinen wichtigsten Stationen und dann habe ich so ein Bild und dann steigen wir noch einmal konkreter ein in die einzelnen
00:36:13: Fälle.
00:36:14: In Amerika war ich ja auch verschiedenen... ... Plätzen da unterwegs und hab auch verschiedene Sachen kennengelernt.
00:36:20: Das war jetzt die Reise, wo du meintest... Du möchtest dich auch finden?
00:36:23: Und Massage habe ich hier im Kalifornischen Eselin-Institut ... ... Massage auch gelernt bei einer Lehrerin aber allerdings in Deutschland.
00:36:33: Aber egal!
00:36:34: Ich hab es auf jeden Fall besucht, da in Kalifornien ein wunderschöner Platz.
00:36:39: Aber das war der Anfang.
00:36:41: War eigentlich dieser Massagekurs Der kommt aus Amerika in Deutschland und da bin ich nach Amerika gefahren, um mir das anzugucken.
00:36:48: Wenn ich damals richtig Geld gehabt hätte, hätte ich auch die Ausbildung gemacht.
00:36:51: Ich war so begeistert weil diese... Das hat mir eine andere Dimension geöffnet.
00:36:57: So!
00:36:57: Das waren meine erste Stationen.
00:37:00: und dass Yoga lernen.
00:37:02: Aus dem Buch.
00:37:03: Ja.
00:37:05: Und...
00:37:06: Wahnsinn.
00:37:07: Ja gab ja nichts anderes zu der Zeit.
00:37:09: also das weiß Mit LA fängt er an, der Name von dem Franzose kommt jetzt nicht drauf.
00:37:21: Und dann war ich auf der Suche und habe in Berlin die Oschim-Meditation kennengelernt damals.
00:37:28: Da war tatsächlich die erste.
00:37:29: die Mandarleben Meditationen wo man da auf der Stelle rennt...
00:37:35: Die hast du, die habe ich durch dich kennengelernt.
00:37:38: Die hast Du angeleitet im ersten Meditationslehrer.
00:37:41: Intensive... Also ähnlich intensiv wie die dynamische Meditation.
00:37:46: Auf jeden Fall!
00:37:48: Genau.
00:37:49: Ja und da hatte ich eine neue Kenntnis weil im Yoga war es so dass man quasi In der Di-Dio-Phase nach dem Yoga, die war ziemlich lang.
00:37:58: Wo man den Atem beobachtet und in die Pausen zwischen Einatmen und Ausatmen hinein entspannt... ...und den Raum immer größer werden lässt und da in diesem Nichts quasi die Stille findet.
00:38:14: So
00:38:14: dann das war aber sehr strukturiert und reguliert.
00:38:17: Und dann mache ich diese Mandala und denke, boah mein Verstand!
00:38:22: Der rast jetzt davon ne?
00:38:25: Also Ruhe ist ja jetzt hier gar nicht, also in der vierten Phase wo dann Ruhe quasi eingeladen ist zu passieren.
00:38:34: Und da habe ich dann gemerkt achso wenn ich den Verstand einfach laufen lasst entsteht... also in dieser Phase in dem ersten mal wo ich sie gemacht hab entstanden keine Ruhe.
00:38:46: aber später entsteht nochmal eine andere Ruhe.
00:38:51: Nicht diese kontrollierte Ruhe so.
00:38:53: jetzt fokussiere ich mich auf die Stille und gucke in dieses Nichts zwischen die Gedanken und dadurch wird der Abstand vielleicht größer, sondern ich erlaube einfach dem Verstand zu machen was er will.
00:39:10: Und Ich bin einfach da und beobachte entsteht eine andere Stille.
00:39:19: Wollen wir an der Stelle ganz kurz skizzieren?
00:39:22: Die einzelnen Phasen der Mandala Meditation?
00:39:24: gerne
00:39:25: ja Es fängt an, die erste Phase war auf der Stelle?
00:39:28: Auf der
00:39:29: Stelle Traben.
00:39:30: Und dabei möcht ich es die Knie so hochnehmen wie's geht.
00:39:34: Da muss man schon ein bisschen fit für sein und das öffnet die Erdung.
00:39:40: Und dann in der zweiten Phase dreht man sich um die eigene Achse.
00:39:48: Das öffnt auch die Zentrierung.
00:39:51: In der dritten Phase machen wir eine Bewegung mit den Augen ... gegen den Uhrzeigersinn dreht man die, so schnell wie es geht und guckt immer in die äußeren Ecken.
00:40:03: Das löst Spannung, die wir in den Augen haben.
00:40:07: Wahrscheinlich tut's auch den Vargusnerve an Knipsen, nehm ich mal an.
00:40:14: Und danach ist dann die Ruhephase.
00:40:18: Aber die funktioniert ja.
00:40:20: über Kontrolle loslassen auch.
00:40:22: A durch dieses... Man kann sich so locker um die eigene Achse drehen, wie es gerade von allein passiert.
00:40:28: Aber auch die Kontrolle, die wir in den Augen haben.
00:40:33: und ja danach hat mein Mann galoppiert in den fünfzehn Minuten.
00:40:40: aber langfristig habe ich gesehen ah wenn ich denen einfach laufen lasst entsteht noch mal in mir eine ganz andere Ebene von von von stille
00:40:49: ans
00:40:51: weiß nicht ob das nachvollziehen kannst
00:40:53: definitiv definitiv
00:40:55: Und das fand ich sehr spannend.
00:40:58: Das ist ja die grundsätzliche Qualität auch von vielen der dynamischen und aktiven Meditationen, dass es mich zumindest euch kann nachvollziehen an gewisse Punkte führt um den roten Faden beizubehalten.
00:41:14: also du hast Massageausbildung in Deutschland gemacht Die aus Amerika kam bis dann nach Amerika.
00:41:20: Und dann warst du wieder in Deutschland und in Berlin, bist da auf die Oschomeditation
00:41:25: gestoßen?
00:41:25: Ja genau!
00:41:26: Da habe ich noch Gerda Beusenmassage gelernt aber immer nur so ein Basiskurs.
00:41:30: Da hat man mit dem Stethoskop auf den Bauch gehört wenn sich Spannung löse im Körper.
00:41:36: Diese Verbindung zum Bauch, die hat mich damals wahnsinnig neugierig gemacht das der Bauch tatsächlich reagiert, wenn etwas hier meinen Arm... sich energetisch löst und bewegt.
00:41:50: Dann konnte man die Bauchgeräusche unterscheiden, Entladung oder ganz tiefe Entspannungen waren anders Geräusch.
00:42:00: Da fing meine Faszination beim Bauch an.
00:42:03: Genau!
00:42:04: Dann bin ich nach Indien gefahren und habe eine Scherzeausbildung gemacht da und Tachi praktiziert und zwar auch Tai Chi Walking, richtig intensiv zwei drei Stunden am Streifen.
00:42:19: Und das war direkt nachdem meine Tochter da auch geboren wurde in Indien.
00:42:28: Da hieß es immer bewegt dich vom Haar von deiner Mitte.
00:42:32: aber es hat keiner gesagt wie komme ich dahin?
00:42:34: Aber für mich hat die Faszination mit dem Haare angefangen Einmal im Shiasu, japanische Fingerdruckmassage wo man in den Meridianen arbeitet.
00:42:46: Auch mit Ellenbogen und Knie usw.
00:42:49: Und dabei sollte man sich auch aus dem Haar bewegen aus der Mitte.
00:42:55: Ja ab da dachte ich ja wie mache ich das denn?
00:42:58: Aus dem Haara mich bewegen und wie komme ich dahin?
00:43:00: Das war auf einmal ein Platz, der war sowas von weit weg weil ich eben mehr hier oben ... gelebt habe.
00:43:08: Und die Verbindungen zu meinem Bauch und auch zur Erdung eigentlich so ziemlich verloren hatte, würde ich mal sagen?
00:43:13: Ja!
00:43:14: Jetzt würfst du mit Haara – wir haben in der Intro das erwähnt – einen neuen Begriff betreien für Hörerinnen, die nicht wissen was das Haar-Zentrum ist oder das Haara.
00:43:24: Magst du das
00:43:25: kurz probieren?
00:43:26: Das ist ein japanisches Wort und hat verschiedene Bedeutung.
00:43:30: Einmal wird es für Mitte verwandt, einmal heißt einfach Bauch... Auch Harra ist die Quelle des Lebens genannt, oder auch der Sitz des Willens.
00:43:42: Und diese Kombination Quelle das Lebens-Sitz des Villens, das hängt da mit der psychischen Komponente zusammen.
00:43:50: Wenn unser Willen sehr stark unterdrückt wurde und wir von dem abgeschnitten sind dann ist es schwierig in den Bauch zu kommen und die Kraft dort auch zu spüren.
00:44:02: Das ist das wo quasi der Körper Zusammengehen.
00:44:09: Ich kann nicht meine Kraft finden, wenn ich mich nicht auch mit meinem Körper und meiner Mitte verbinden kann oder mit der Erdung.
00:44:17: Dann kognitiv geht das nicht!
00:44:19: Ich kann mir nicht sagen okay ich trete jetzt für mich ein und ich setze Grenzen aber eigentlich bin ich so vollkommen abgeschnitten von meiner Kraft.
00:44:29: Das hat, und deswegen ist diese physische Komponente.
00:44:32: Und dass die Verbindung und das Bewusstes spüren wieder von dieser Kraft im Körper... ...das so wichtig, ne?
00:44:40: Genau!
00:44:40: Und das würde ich sagen es vielleicht der Kern Punkt meiner Arbeit, weil da auch wieder der rote Faden ist den wir verloren
00:44:51: haben
00:44:52: unter Umständen als Kind.
00:44:55: Und wahrscheinlich auch gesellschaftlich, weil wir sehr viel im Kopf sind
00:44:58: Richtig, genau.
00:45:00: Okay ... Indien?
00:45:02: Indien!
00:45:03: Und da in Indien im Grunde genommen warst du schon ... bist du schon diesen Haare-Impulsen gefolgt?
00:45:09: Ja so stetig.
00:45:11: Aber da warst Du auch dann schon in Buna?
00:45:16: Also das fällt zusammen?
00:45:18: Mhm, und ich hab gar keine Therapie gemacht.
00:45:21: Also hat mich nicht so richtig interessiert.
00:45:25: also ich wollte eigentlich keine Therapy machen Aber irgendwann bin ich darauf gekommen, dass das doch schon mal noch wichtig ist.
00:45:33: Dass quasi nur Meditation und über den Körper auch nicht funktioniert.
00:45:39: wenn ich mich zum Beispiel mit bestimmten Gefühlen nicht auseinandersetzen will wie Angst und Wut.
00:45:46: Wenn ich die vermeiden will und dazu sozusagen drum herum meditieren kann ich aber die Verbindung zu meiner Kraft und meinem Körper auch.
00:45:56: Also, ich muss mich mit den ... irgendwie auseinandersetzen.
00:45:59: Mit den Gefühlen Angst und Wut oder auch Trauer mal um wieder mehr bei mir zu lernen.
00:46:06: das kann nicht nur einfach über Meditation und es muss integriert sein.
00:46:13: also was man so spiritual bypassing nennt.
00:46:17: Spiritual
00:46:18: bypassing ja
00:46:19: da war ich auch ein Meister drin könnte ich mal sagen.
00:46:22: Aber ich war gleichzeitig auch so ungeerdet.
00:46:26: Aus Gründen meines Kindheitstraumars oder dem nicht verbinden können mit meinem eigenen Willen, weil der war schon ziemlich gut und negativ besetzt durch die Erziehung.
00:46:42: Den musste ich erst mal wieder finden... ...und sagen ja ist es gut dass ich so zickig bin oder nicht will was andere wollen dass erst mal wieder so befreien, den Sitz des Willens überhaupt.
00:47:01: Und dafür war eben Therapie schon ganz hilfreich.
00:47:05: Und die hast du gemacht.
00:47:07: dann in Indien?
00:47:08: Ja, ja, in Indiens.
00:47:10: Wie ging die Reise dann weiter?
00:47:12: Dann wiegegen die Reisen weiter... Ich bin ja mal kreuz und quer!
00:47:17: Ist nicht schlimm, aber ich
00:47:18: gucke nur so ein
00:47:18: grobes Bild.
00:47:19: Ich
00:47:19: habe sehr viel gelernt einfach über das ich in Gruppenprozessen assistiert oder übersetzt habe weil ich hätte aus Geld nicht gehabt, abgesehen davon.
00:47:30: Und zu der Zeit gab es ja nicht unbedingt Ausbildungen, sondern das war alles in der experimentellen Phase quasi von dem was es da zu lernen gab.
00:47:43: also da gab's jetzt keinen, der gesagt hat Ich mach dich zum Meditationslehrer, sondern... Das ist entstanden aus den Erfahrungen die ich jetzt gesammelt habe über die Jahre.
00:47:56: Also eigentlich viel gelernt über selber erfahren und assistieren und beobachten und wahrnehmen.
00:48:03: Ich habe bei verschiedenen Leuten, ich hab zum Beispiel Psycic Massage gelernt, ich kann Pass-Lives lesen.
00:48:11: So was hab' ich alles gelernt!
00:48:14: Und damit arbeiten oder auch Esoteric Science also da ging's auch um Pass-lives, das hab'.
00:48:24: Ich hab dann gemerkt, das ist nicht das wo ich hin will.
00:48:28: Weil da kann man sich wirklich sehr drin verlieren.
00:48:31: Sondern ich möchte mit dem ... schon Energie lösen, dass die Spannung, die vielleicht im System ist, nicht mehr uns dominiert in dem Sinne, dass sie uns von selber abschneidet.
00:48:46: Aber ich muss jetzt nicht wissen was war da in ihrem Passlife oder was ist da?
00:48:53: Also ich habe das quasi beide Ausbildungen kurz hintereinander gemacht und hab dann festgestellt, also es ist zu viel.
00:49:02: Ich muss diese Tür wieder zumachen wenn ich jetzt hier über die Kölner Ringe gehe und ich nehme einfach zuviel wahr.
00:49:16: Also ich hab gemerkt, es braucht mehr Zentrierung und mehr Abgrenzung, also ich zumindest Und letztendlich, um hier und jetzt etwas zu lösen muss ich nicht unbedingt wissen was war es im vergangenen Leben.
00:49:33: Das war für mich eine wichtige Erkenntnis natürlich über das erleben dessen auch.
00:49:38: und dass mal so zwei drei Jahre war ich da intensiv drin unterwegs könnte ich sagen bis ich dann gemerkt habe Ich verliehe mich jetzt da drinnen.
00:49:46: das ist vielleicht auch gar nicht so zielführend
00:49:50: Spannend.
00:49:51: Spannend, ne?
00:49:52: Und seitdem sage ich, ihr würdest gar nicht wissen, wer jetzt welches Baselheim hat oder was auch immer.
00:49:56: Ich will auch keine Chakran lesen mehr.
00:50:01: Es macht das einfach nicht fertig.
00:50:03: Da geht es mir echt besser seitdem.
00:50:07: Interessant!
00:50:09: Weil man merkt so richtig,
00:50:11: du bist
00:50:11: auch so... Wenn hier so zuhörig getrieben durch die Neugierde und hast ... ... unglaublich viele Bereiche auch erforschen.
00:50:21: Wenn ich weiß, wie ich so raushöre ist... ...auch nicht dass du das mal so eben gemacht hast ne?
00:50:25: Das schwingt so beilüftig mit.
00:50:26: ja!
00:50:26: Ich habe das zwei-drei Jahre gemacht.
00:50:28: Zwei drei Jahre gemacht oder ich hab auch jeden Morgen... ...zwei drei Stunden Yoga gemacht.
00:50:32: also ich finde das... ...ich höre da mal probier da mal genau hin zu hören und sich das selber auch noch mal so... ...zuvergegenwärtigen.
00:50:40: Also ich hab so den Eindruck du hast das bist immer sehr... Dann so richtig rein, ne?
00:50:47: Ja.
00:50:49: Bis auf den Kern der ...
00:50:51: Ich bin mit zehn in Fernsehstreik gegangen.
00:50:54: Mit sechszehn oder siebzehn.
00:50:57: Also bei uns in der Familie war es einfach üblich jeden Abend vom Fernseher zu sitzen und ich hatte irgendwann das Gefühl verblöde sonst, wenn ich mich immer zu bolle Ballere.
00:51:06: Ich bin dann über meinem Hund durch die Straße spazieren gegangen.
00:51:09: War immer noch besser als ... Oder hab mich vor dem Aquarium gesetzt.
00:51:12: Ein Aquarium!
00:51:13: Und das war auf eine Art meine Rettung ... hatte ich zumindest das Gefühl.
00:51:20: Es hat mich natürlich auch separiert von der Familie, weil ich die ganzen Rituale quasi nicht mehr mitgemacht habe.
00:51:27: aber da war da ja quasi die Weichen schon gestellt wo ich gemerkt hab ich will mich daraus bewegen aus dem Allgemeinen.
00:51:40: Was würdest du jemandem als Tipp geben?
00:51:41: an dieser Stelle muss ich unbedingt nachfragen?
00:51:43: Weil ich glaube dass es
00:51:46: auch
00:51:48: ein Thema vieler sein kann.
00:51:50: Wenn du anders tickst als deine Familie oder der Kreis, in dem du dich bewegst und dir fällt es schwer da auszubrechen und dann eben so wirklich den Fluss aufwärts zu schwimmen als einzige Person.
00:52:06: Hast du da Tipps?
00:52:07: Also was hat dir da geholfen?
00:52:09: Bist du da einfach deinem Gefühl gefolgt und das war stark genug?
00:52:12: Ja ich bin einfach meinem Gefühl gevolkt ja... Also der Hund war gut, ne?
00:52:17: Und das Aquarium war auch gut.
00:52:19: Also etwas was dich mit der Natur verbindet.
00:52:21: Weil ich habe in der Zeit auch geritten und es war eh jedes Mal wie so ein Highlight dieses Reiten... Ich hab's ja nur leider einmal die Woche gemacht oder zweimal die Woche.
00:52:33: Dieses sich verbinden mit der Natur, das war glaube ich ganz oder mit was natürlich jämmen Das war ein ganz windiges wichtiges Bindeglied für mich.
00:52:42: also um auf meinen Weg zu kommen Und glaube ich, die Vorsokratiker haben auch geholfen.
00:52:52: Schön!
00:52:54: Ja und es hat was mit dem eigenen inneren Faden zu tun.
00:53:00: Ich habe relativ viel Sport gemacht in der Zeit schon.
00:53:04: Also Bewegung war schon immer ein wichtiges Element für mich.
00:53:06: also...
00:53:09: Wir müssen noch mal auf deine Reise zurückschauen.
00:53:13: Indien?
00:53:14: Da waren wir so stehengeblieben Harazentrum Oscho Puna I würde ich vermuten.
00:53:23: Wie ging es weiter?
00:53:26: Wie ging's weiter, ja also Ich war dann auch, sagen wir mal in der Kommune auch ein Zeit lang drei oder vier Jahre glaube ich.
00:53:38: Wie lange war das?
00:53:38: Ja, vier Jahre genau und da gings hauptsiliums arbeiten eigentlich.
00:53:47: Da war dann gar kein zeit zu meditieren sondern Erfahrungen sammeln.
00:53:53: Also Arbeit als Meditation könnte man sagen, die Erfahrung zu machen.
00:54:00: wie kann ich dieses meditative Präsenz beim Arbeiten erleben?
00:54:06: Ja, Schluck nehmen soll ich nicht so lange.
00:54:10: Die Luft ist trocken hier und das war die Phase quasi ja und danach habe ich viel eben Schiatzusitzung auch gegeben Und dann angefangen mehr therapeutisch, dann kam Atemarbeit dazu und Bioenergietik auch.
00:54:34: Und habe seit zweiundachtzig auch damit gearbeitet.
00:54:41: So kann man sagen aber... Ja!
00:54:44: Du hast die ganze Oschureise miterlebt?
00:54:48: Also auch Amerika und Pula II?
00:54:51: Genau!
00:54:52: In der Zeit hat da PulaII, das war ja dann ... wann war das?
00:54:57: Bis des Jahr zwei Tausend Eins habe ich in der School for Centering und Send Marshall Arts unterrichtet, aber auch gleichzeitig gelernt.
00:55:06: D.h.,
00:55:06: da kamen viele verschiedene Menschen aus vielen verschiedenen Richtungen zusammen und wir haben uns gegenseitig wirklich sehr bereichert.
00:55:20: Uns gegenseitsgezeigt was wir eigentlich konnten!
00:55:23: Das war eine sehr offene und kreative Zeit Und da habe ich viel gelernt, aber auch da die Harra-Eventsmassage und Harradtraining geleitet seit neunzig.
00:55:35: War das dann?
00:55:37: Genau!
00:55:40: Das war quasi meine zentrierungsintensive Zeit mit Zentrierung zu arbeiten... ...und Erdung und Öffnen über den Körper.
00:55:53: Wenn es wahrscheinlich schnell war, wenn jemand nicht geerdet ist.
00:55:56: Woran erkennt man das?
00:55:59: Oder woran erkennt man es vielleicht auch bei sich selbst, wenn jetzt jemand zuhört?
00:56:02: Ja, das ist ganz einfach.
00:56:05: Man spürt die Füße am Boden nicht.
00:56:07: Das ist das was ich quasi jahrelang geübt habe, ist wirklich die Füsse zu spüren beim Gehen.
00:56:13: Denkt man sich ja ja keine Ahnung sollte ja normal sein eigentlich.
00:56:18: Ist es eigentlich auch aber dadurch dass sich abschneiden von der Kraft, die hier von unten so sich hoch bewegen will Kinder, die was wollen kriegen.
00:56:31: Was auf die Bollen war so ein Spruch bei uns zu Hause.
00:56:34: Zum Abends ganz Platz formulieren.
00:56:39: Der wurde dann im Scherz gesagt aber es war eigentlich doch so.
00:56:44: Also energetisch.
00:56:45: Man kann ja physische Verbale gewalt.
00:56:48: Auf jeden Fall war es gewaltvoll besetzt auch mit physischer Gewalt.
00:56:52: abgesehen davon das in deinem Willen dem Willen und den Protest ausdrücken dass das gefährlich ist.
00:57:00: Das ist das, was ich erlebt habe.
00:57:02: Und
00:57:05: d.h.,
00:57:05: das Gehirn merkt sich dann, dass er es gar nicht mehr zulassen will.
00:57:09: und um das nicht zuzulaßen braucht's, dass ich mich abschneide von meinen Spüren, von Erdung.
00:57:16: D.h.
00:57:18: du fühlst deine Füße nicht auf dem Boden und du fützt dich ja auch nicht wirklich hier.
00:57:24: Du nimmst deinen Raum nicht ein.
00:57:28: Du denkst sie auch nicht aus.
00:57:29: energetisch.
00:57:30: Und ich finde, das kann man spüren.
00:57:32: Wenn ich jemandem gegenüber sitze ... würde ich jetzt nicht sagen, ich sehe das und das.
00:57:36: Ich kann sehen, ist das eine Ausdehnung?
00:57:40: Ist da eine Präsenz im Körper?
00:57:44: Und gleichzeitig eher auch so ein gewisses ... wenn man jemanden umarmt, kann man ja auch spülen.
00:57:49: Ist der schwer oder leicht?
00:57:51: Ist er durchlässig?
00:57:53: Ist es da Beweglichkeit drin?
00:57:54: Oder... Es ist hart!
00:57:58: Da höre ich auch als Ursacher ... Ganz viel Selbstschutz, ne?
00:58:02: Mhm.
00:58:04: Wodurch das entstehen kann,
00:58:05: ne?!
00:58:06: Ja!
00:58:07: Also eigentlich erst mal gar nichts ... würde ich sagen wie in so vielen Fällen wofür man sich selber verurteilt.
00:58:11: Ich dachte jetzt ganz bewusst wenn jemand zuhört und vielleicht auch sogar weiß oh ich hab ein Problem mit Erdung.
00:58:17: Das ist... Warum man da landet hat immer seine Gründe und man schützt sich vor irgendwas.
00:58:23: Richtig
00:58:24: richtig.
00:58:26: Genau ja es ist immer einen Abschneiden.
00:58:34: Für mich war es ein sehr langer Prozess, da zu landen.
00:58:37: Also wieder in der Verbindung zu mir und in der Kraft zu lande.
00:58:43: Und auch zu sagen hey mein Protest, mein innerlicher ist gut.
00:58:47: Auch damals gut gewesen aber da war kein Verständnis dafür da.
00:58:54: Aufgrund der eigenen Geschichte, wenn ich das jetzt so
00:58:57: gucke... Jetzt probiere ich mich gerade zu erinnern.
00:59:00: In den Jahren des Jahrhunderts hat's schon mal für unsere Reise deiner.
00:59:06: Wir machen hier natürlich nur einen groben Durchlauch.
00:59:08: Aber ich probier, Anando noch ein bisschen greifbarer zu machen durch deine Stationen.
00:59:12: und jetzt sind wir ... ... das war dann.
00:59:17: nach der Oscho-Zeit kam Japan und da war ja diese Erfahrung auch in diesem Tempel.
00:59:22: Bin nicht da?
00:59:24: Ja genau!
00:59:25: Das ist richtig.
00:59:25: Also dann kam Japan Und dann kam gleichzeitig auch die Traumaarbeit von Peter Levine dazu.
00:59:36: Ich hab eines der ersten Trainings gemacht, die hier in Deutschland stattfinden.
00:59:40: Also ich bin jetzt schon ... ... zwanzig Jahre dabei
00:59:44: und... Das muss ich kurz mal sagen?
00:59:46: Ja!
00:59:46: Das sind Dimensionen, du wirfst diese Jahreszahlen hier so in den Raum und das ist unglaublich beeindruckend.
00:59:54: Den Haltpraktiker zum Beispiel, den habe ich ja noch gar nicht so lange.
00:59:57: Das heißt, lange Zeit ... ... hab ich ja psychologische Beratung gemacht oder eben ... ... spirituelles Erkunden und hab mich ... auf das Thema Selbstregulation quasi spezialisiert gehabt, weil das ist was nicht therapeutisches.
01:00:12: Und gleichzeitig habe ich da gemerkt, es ist auch das, was mich am meisten interessiert.
01:00:18: und den Heilpraktikerpsychotherapie hab' ich dann in Verbindung mit der Traumaarbeit gemacht, weil Trauma bearbeiten sollte man schon zumindest eine Heilpaktika-Psychotherapie auch unbedingt haben um sich auszukennen vielleicht nicht unbedingt mit Traumarbeit zu lösen ist, sondern wo es vielleicht was anderes braucht.
01:00:40: Und die Schnittstelle zur Traumarbeit und Selbstregulation – die ist ja super spannend weil die Arbeit von Peter Levine sehr körperorientiert und da geht's auch darum... ... den Körper darin zu unterstützen, in die biologische Vervollstände umzukommen.
01:01:02: In die ... ... biologischen Verarbeitung von Trauma.
01:01:06: Und das ist etwas, was unser Körper als ... ... ihn sich hat als Bewegung.
01:01:12: Das hat mir noch mal sehr gut geholfen ... ... zu verstehen, was in dieser Arbeit mit den spontanen Bewegungen... ... mit dem Setai, also dem Katzigen-Undo passiert?
01:01:24: Aber auch was durch Verbindung zum Haar und zur Erdung passiert, wie sehr das eben zusammengehört.
01:01:32: Weil ich Haar-Uwernismassage Ausbildung geleitet hab, kam immer zwei Themen hoch.
01:01:40: Grenzverletzung ... Und der eigene Wille!
01:01:46: Und Angst.
01:01:47: Mhm.
01:01:48: Na?
01:01:51: Die hängen ganz nah und eng mit dem Bauch zusammen.
01:01:59: Warum?
01:02:02: Wenn die Kraft da ist und der eigene Wille, dann weiß ich auch was ich will.
01:02:09: Wenn ich die Verbindung dazu habe... Und Angst kann auch aus dem Mangel an der Verbindung zu der Kraft liegen und für sich.
01:02:22: Dadurch entsteht ein angstvolles System weil ich spüre meine Kraft nicht also fühle mich schwach Weil ich vielleicht durch mein Erleben in der Kindheit andauert, in diese Ohrmachtsgefühl reingerutscht bin.
01:02:33: Und das Gefühl habe, ich kann hier gar nichts ausrichten.
01:02:37: Führe ich meine Kraft gar nicht mehr oder eben aus dem anderen Grund weil der eigene Wille unterdrückt wurde?
01:02:44: Dann fühle ich mich natürlich ängstlicher, weil mir fehlt eine Ausrüstung fürs Leben und mir fehlt die Fähigkeit für mich einzusetzen um zu sagen, nee will ich, will ich nicht!
01:02:58: Und deswegen auch die Grenzen.
01:03:00: Ja, das hängt quasi... und deswegen ist wenn man mit Grenzen arbeitet, Grenzen spüren braucht es auch eine Erdung.
01:03:13: Sonst spüre ich gar nicht wo ich meine Grenzen setzen will.
01:03:20: Weil ich habe diesen inneren Kompass gar nicht mehr weil ich gar
01:03:28: Also kommt in der Traumarbeit und in der Arbeit mit Selbstregulation.
01:03:34: Zumindest kommt das grad bei mir so an relativ viel zusammen, was du überall die Jahre auch akkommoliert hast an Wissen und Erfahrung?
01:03:41: Genau!
01:03:42: Auf einmal hatte ich das The Missing Link wie man so sagt, dass fehlende Bindeglied gefunden und konnte es alles noch mal neu strukturieren weil ich habe quasi als Primärtherapeut gearbeitet seit ... ... auch seit Nineteinundzig.
01:03:59: und die Haararbeit.
01:04:02: Das Primärtherapie war dann hier in Köln, da war es noch nicht so einfach, Haararbeiten zu verkaufen sozusagen... ... für das einfachen Verständnis!
01:04:11: Aber mit Primärtherapie waren meine Brot-Bread & Butter quasi also wie ich mein Geld verdient habe.
01:04:18: Und dass aber wie das mit der japanischen Körperarbeit und Erdung und Zentrierung zusammenhängt konnte ich quasi durch durch Beobachtung feststellen, nämlich wenn man Primärtherapie macht also Arbeit mit dem inneren Kind und mehr mit den Gefühlen wieder in Kontakt kommt dann ist auch der Verbindung zu Bauch besser.
01:04:41: Und
01:04:42: daher entspannt sich und wird besser... ...ist besser in Bewegung und durchlässiger.
01:04:55: Aber wie das jetzt genau zusammenhängt, das kann ich erst durch die Traumaarbeit quasi dann verstoffwechseln.
01:05:03: Mhm.
01:05:04: Eine Frage, die mich interessiert?
01:05:07: Wie was für eine Rolle spielt das Herz in diesem ganzen Kosmos?
01:05:11: Das Herz ist das Tor zum Haare.
01:05:13: So hat Osho das gesagt und habe ich immer gesagt, er weiß ja auch nicht jetzt... Und da kommt dein Thema nämlich rein.
01:05:20: Selbstannahme und Selbstliebe sind überhaupt erstmal die Möglichkeit sich selber zu nähern und in sich einzusteigen.
01:05:32: Wenn so viele Ich mag dies nicht, und jenes ist nicht in Ordnung über mich.
01:05:38: Das Bedürfnis nicht... Ah ja!
01:05:40: Und hier habe ich schon wieder was verkackt.
01:05:43: Wenn ich diese Selbstannahme nicht hab', kann ich gar nicht in mir landen.
01:05:48: Deswegen ist das Herz die selbst Annahme, die selbst Liebe quasi das Tor zum Harer.
01:05:56: Weil Harer wird auch genannt der Sitz des Seins oder auch No-Mind.
01:06:05: Da kann ich nicht landen, wenn ich mich nicht selber annehme.
01:06:09: Also beim Meditieren auch nicht.
01:06:11: Deswegen ist das Herz überhaupt erst mal der Landeplatz um in mir und in meinem Wesen, in meinem Sein sein zu können.
01:06:25: Und das Herz hat quasi so eine transformierende Kraft.
01:06:28: Das kann ja ich weiß verstoffwechseln Das kann Trauma aufer Stoff wechseln, das Beispiel was du erzählt hast über deinen Vater.
01:06:43: Weil das Herz hat das Mitgefühl und kann den anderen sehen.
01:06:50: Das schafft die Verbindung zum Anderen aber auch zu dir.
01:06:55: Das Herz hat so eine transformierende Kraft.
01:07:03: Ja stimmt.
01:07:07: Und deswegen ist es ein Grund warum du auch im Herzen Meditation ... leidest oder auch erklärst, wie man Herzmeditationen...
01:07:14: ... an
01:07:16: einem anderen näher bringt.
01:07:17: Also dieses Module hatte ich bei dir in der Fortbildung.
01:07:19: Ja genau!
01:07:21: Und im Aikido ist ja ein Kampfsport aber da sagt man auch und das eigentlich einen Selbstverteidigungskampfsports so müsste man sagen Liebe deinen Feind und nehme den an.
01:07:34: Du nimmst die Energie von dem Feind du leiddest sie um.
01:07:38: Dies Prinzip vom Aikedo Das ist das, was ich auch in der School for Centering in Puna gelernt habe.
01:07:46: Das hat mich total fasziniert.
01:07:49: sich nicht hart machen gegenüber dem anderen sondern erst mal aufnehmen es annehmen und zu sagen okay ich leid's aber um weil ich möchte nicht verletzt werden.
01:08:01: jetzt ob sie jetzt ein physischer Angriff oder verbaler?
01:08:05: Ich nehme die Energie und leite sie um.
01:08:08: Dabei geht es noch nichtmals im Alkido, um die Vernichtung von den Feinds, sondern nur ... um die Attacke abzuwenden.
01:08:16: Na?
01:08:19: Weil drei Attacken so viel Energie hat man.
01:08:24: Und danach gibt man auf ist die Maxime.
01:08:27: Das gilt auch für einen Alltag für psychologische Angriffe, sonderlich die.
01:08:33: Ja!
01:08:34: Und das is' auch die Qualität vom Herz.
01:08:38: das erstmal annehmen und nicht gegenblocken.
01:08:42: Weil Mike Kido sagt mal, wenn du dich dagegen hart machst dann brichst Du.
01:08:48: Es geht um dieses Prinzip des Weichseins und des Nachgebens aber ohne dabei die Mitte zu verlieren.
01:08:58: Nicht nachgeben in Ohnmacht sondern nachgeben und dabei in der Kraft bleiben.
01:09:04: Und dass eine wichtige Fähigkeit überhaupt zu lernen umzugehen mit allen möglichen psychischen Attacken
01:09:10: Hm.
01:09:11: Und wenn wir das jetzt noch mal übersetzen auf die Trauma-Arbeit, also wenn jetzt jemand zu dir kommt und ist stark oberkante Unterlippe traumatisiert?
01:09:23: Kein Zugang mehr!
01:09:26: Ist der Weg dann immer erst einmal übers Herz zu gehen um dann in die Körpermitte zu kommen?
01:09:31: oder ist das immer individuell dass du schaust oh wie näher ich mich jetzt.
01:09:36: oder fange ich erstmal an mit einem Verständnis?
01:09:39: vielleicht ist es ja erstmal Gespräch?
01:09:40: Das ist wahrscheinlich keine so einfache Frage zu beantworten, weil alle individuell ticken.
01:09:46: Ja genau.
01:09:47: Manchmal ist es gar nicht einfach im Körper zu landen und das ist auch zu viel.
01:09:53: Sondern da ist es vielleicht der erste Schritt in den Raum zu lande ... Und sich sicher zu fühlen.
01:10:01: Also das Gefühl von Sicherheit ist ein ganz wichtiger Faktor bei Trauma dass das sich wieder einstellen darf Und das braucht aber beim Meditieren, beim Anderen ein.
01:10:13: Vielleicht dass er die Augen jederzeit aufmachen kann um sich hier und jetzt zu orientieren weil das Gehirn vielleicht wenn die Augen geschlossen sind weg rutscht und gar nicht mehr hier ist sondern in dem Gefühl von Bedrohung ist Weil ich bin hier nicht allein im Raum Wenn ich mit anderen meditiere und es ist vielleicht unsicher Die Augen geschlossens so
01:10:39: haben.
01:10:41: Deswegen sind die Augen ein ganz wichtiges Hilfmittel, wenn jemand sehr stark traumatisiert ist, Orientierung oder eben auch akustisch sich sicher zu fühlen.
01:10:55: Da hilft dann auch Musik, dich quasi über das Hören in eine andere Stimmung zu bringen.
01:11:01: und das Wichtigste ist dieses ganz langsame, kleinschrittige Ankommen.
01:11:07: Deswegen kann Meditieren auch so überfordern sein, wenn viel Trauma noch im System ist.
01:11:15: ist mir ja auch selber so gegangen.
01:11:18: Es wird dann eigentlich sogar schlimmer, dieses Nicht verbunden sein weil ich einfach das nicht auf dem Schirm hatte dass es gute Idee ist auch die Erdung zu behalten und nicht nur mit der Aufmerksamkeit nach oben zu gehen.
01:11:34: Als ich durchs Yoga gelernt habe da hieß es immer geht ins dritte Auge und dann hat sich dieser Mechanismus aus dem Körper raus noch mehr verstärkt.
01:11:44: Dann kann so richtig schön abspäßen.
01:11:46: Ja, zum Glück gab es Leute die gesagt haben ja wo bist du denn?
01:11:50: Sag ich ja eine Meditation und sag sie nee du bist irgendwie nicht im Körper Und ich dachte ich bin super spirituell Aber klar durch die Erfahrung.
01:12:08: das ist interessant.
01:12:09: also kann Ich daraus schließen da wollen wir noch mal darauf zurückkommen dass ein dunkelmeditation ein dunkleretreat ja dann doch auch weniger was ist für Menschen, die stark traumatisiert sind.
01:12:23: Sondern eigentlich eher für Fortgeschrittene, die schon ein bisschen besser bei sich in der Zentierung angekommen sind?
01:12:28: Würdest du das so sagen?
01:12:30: Ja also... In der Beschreibung steht ja auch, dass es nicht für Anfangsmeditierer ist.
01:12:34: Es ist aber wirklich wichtig, dass man erst im Grundgefühl hat fürs Meditieren überhaupt, dass das nicht nur eine Meditation ist, die man direkt als Erstes machen sollte.
01:12:46: auf jeden Fall und ich habe In der Dunkelheitsmeditation, das heißt ja Dunkelheizmeditation und Erdung.
01:12:54: Also ich verbinde es mit im Körper Landen und mit Erdungen.
01:12:59: Und gleichzeitig mit dem Üben von wie kann ich einen Halt kreieren?
01:13:05: Von wo auch ich die Erfahrungen beobachten kann, die mir vor sich geht.
01:13:10: Weil mit der Begegnung, mit der Dunkelnheit kann ja auch Angst hochkommen weil in unserem Unterbewusst ist dunkel natürlich erstmal Das ist eine Gefahr.
01:13:20: Und die positive Dunkelheit erst mal zu erleben, braucht ihr erst mal einen ganz anderen Einstieg und auch die Fähigkeit vielleicht ne Angstaktivierung auch im Guten halten zu können und mich zu erinnern.
01:13:36: Ich sitze mit dem Rücken an der Wand hier sind alles lette Leute im Raum mir tut ja keiner was.
01:13:41: also ich mache am Anfang nicht wirklich so dass unser Innerstes auch weiß hier bin ich sicher Und das ist ein ganz wichtiges Element bei der Dunkelheitsmeditation, dieses ganz langsame Schrittweise reingehen und eben den Zeitraum von im Dunkeln sein und in die Dunkelheit hineinschauen.
01:14:06: So langsam dann über die Tage sich ausdehnen zu lassen.
01:14:10: Zum Schluss waren wir dann fast anderthalb Stunden im Streifen
01:14:12: im Dunkel.
01:14:14: Ja da sagst du auch einen wichtigen Teilaspekt ... der Dunkelmeditation.
01:14:20: Also muss ich auch dazu sagen, einer für mich persönlich hier zurückblicken, der schönsten Erlebnis zu ihrem Haus.
01:14:27: und das hatte ich am Anfang nicht erwartet.
01:14:29: denn wenn man sich vorstellt Dunkel-Meditation dann sitze ich halt im Dunkeln und hab die Augen zu.
01:14:34: aber wir haben die Augen ja gar nicht zu sondern wir sind mit offenen Augen in der Dunkeliheit Und der Raum ist ja komplett so hergerichtet dass eben auch wirklich kein Lichtstrahl irgendwo herkommt.
01:14:47: alles ist abgetapet.
01:14:50: Zwei Fragen an der Stelle.
01:14:52: Warum die Augen auf und was ist Dunkelheit für dich?
01:14:57: Die Augen auf, dann erst nehmen wir die Dunkelheid wirklich wahr.
01:15:00: Sonst machen wir das selbe wie sonst auch.
01:15:02: Wir träumen, sehen alles Mögliche und fahren nach Honolulu, sag ich immer.
01:15:09: Und du schaust hinein in die Dunkenheit und du willst sich aber auch mit der Dunkenhalt verbinden!
01:15:17: Es sind quasi zwei Bewegungen.
01:15:18: Einmal wirklich reingucken und sie wahrnehmen, das andere aufzunehmen und Teil der Dunkelheit sein.
01:15:28: Und irgendwann ist der Unterschied zwischen ihnen und außen.
01:15:31: Der ist dann einfach nicht mehr da.
01:15:38: Was bedeutet Dunkelheid?
01:15:39: Für mich ist tatsächlich diese Dimension auch zu erleben dass ich bin Die Begrenzung von mir, die hört eigentlich nicht in der Grenze des Körpers auf.
01:15:51: Sondern da ist mehr als der Körper.
01:15:55: Also meine Präsenz oder das Energiefeld oder wie auch immer man das sagen will... Das ist nicht an den Grenzen des Körper gebunden.
01:16:07: und diese präsenz, die energetische Präsense kann ich besser spüren wenn das Gehirn nicht immer quasi den Input von Form auch bekommt.
01:16:18: Also ich trenne das formlose, was ja auch quasi in der Existenz ist, leichter erspüren.
01:16:26: im Dunkeln also finde ich zumindestens und die Dunkelheit... Das ist das Spannende!
01:16:35: Dass Dunkelheid eigentlich das Göttliche ist so sagen die Essena.
01:16:39: Die Essena haben wir auch auf Dunkelheid meditiert und Jesus soll bei den Essenern gewesen sein Denke ich auch mal.
01:16:48: Und die Sufis meditieren auch auf die Dunkelheit, um genau diese Ebene von der ewigwährenden Essenz zu spüren, die quasi durchs ganze Universum geht.
01:17:04: und da ist einfach die Annahme... Die Dunkelheid ist das Göttliche und nicht das Licht.
01:17:15: in einer westlichen Kultur haben wir mehr so das Licht mit dem Göttlichen verbunden, aber das Licht hat eine zeitliche Begrenzung.
01:17:24: Das kommt und geht.
01:17:27: Aber die Dunkelheit ist quasi das Ewigwährende.
01:17:31: Und das finde ich wertvoll daran zu erleben und zu spüren diese Dimension von dem Ewigwerenden weil es nimmt einem auch ein bisschen die Angst vom Tod.
01:17:47: Die Dimension, die man spüren kann wenn jemand mal sitzt der gestorben ist oder wenn jemand stirbt.
01:17:53: Ist dieses diese tiefe Präsenz die da ist und gleichzeitig die Weite Und das finde ich erschließt sich einem gut durch.
01:18:03: die Dunkelheit
01:18:07: Kann ich so bestätigen.
01:18:10: also für dass ich mein Ich habe es ja erst einmal.
01:18:16: Es ist dann keinsterweise vergleichen mit der Anzahl an ... Retreats, die du geleitet hast.
01:18:22: Aber genau das ... ... hab ich erfahren tatsächlich!
01:18:26: Aber man darf sich... Ich durfte mich auf jeden Fall... Ich habe es glaube ich auch in der Gruppe angesprochen.
01:18:31: Auch dieser... Man darf dieses Volkneul in seinem Kopf so ein bisschen auseinanderziehen und ... diese alten Glaubenssätze noch mal anschauen, das Monster unter dem Bett im Dunkeln.
01:18:46: Und die dunkle Seite der Macht und die lichtvolle Seite.
01:18:53: Sich dafür zu öffnen, dass genau Dunkelheit glaskörtliche sein kann und eben nicht die böse Macht, die dich irgendwo in den Schlund zieht.
01:19:02: Das schwarze Loch, was sich auffrisst.
01:19:03: Es sind ja alles so Sachen, die genau entgegengesetzt funktionieren und sich für dieses Konzept zu öffen ... und sich dann reinzubegeben.
01:19:11: Ich finde auch, es ist total hilfreich war ... dass wir immer wieder diese Erdungsübungen gemacht haben.
01:19:19: Und die Dosis gesteigert wurde.
01:19:21: Die Länge in der wir gesessen und gelegen haben in der Dunkelheit.
01:19:27: Man darf sich daran gewöhnen, wenn man in die Dunkelkeit reinschaut.
01:19:29: Am Anfang hatte ich wirklich auch ... muss ich gestehen die Augen zu?
01:19:33: Weil's irgendwie so gewohnt war
01:19:37: zu drehen.
01:19:38: Genau und auch wehzutun, aber irgendwann hat das aufgehört.
01:19:44: Aber es ist ein Prozess die sich darauf einlassen auf der körperlichen Ebene, aber auch auf der mentalen Ebene weil da eben so viele alte oder Muster damit zusammenhängen.
01:19:54: Die einem erzählen Dunkelheit ist ja das Böse.
01:19:58: Richtig sind ne?
01:19:59: Also die negative Dunkelheiten wo die Gefahr drin lauert.
01:20:03: Und wenn sich die positive Dunkelheid einmal aufgemacht hat dann Kann man auch nachts alleine im Wald gehen, also mach ich zumindest was.
01:20:11: Das ist so schön!
01:20:12: Ja absolut, wundervoll.
01:20:17: Ich möchte noch auf was zu sprechen kommen... Du machst so viel?
01:20:22: Ich glaube wir könnten hier zwei Tage miteinander besprechen.
01:20:27: Aber was ich auch noch total toll finde ist dass du auch mit und für Kinder arbeitest.
01:20:34: Auch meditationen anbietest ... für Kinder beziehungsweise auch für Eltern, ne?
01:20:40: Ja.
01:20:40: Also ich ... ... mache auch einen dreitägigen Kurs wo man lernen kann wie mal mit Kindern meditieren kann oder denen das Meditieren schmackhaft machen.
01:20:50: Das mag ja auch!
01:20:51: Es kommt doch demnächst... ...oder einmal im Jahr und ja.
01:20:56: Und mit Christopher End zusammen habe ich auch das.
01:21:00: jetzt schreiben wir am dritten Band zwei Bücher geschrieben wie man mit Kindern meditationen kann.
01:21:07: Also Lili und Tom, der kleine Samurai findet seine Mitte ist der Band eins wo es um Harameditationen und Japan geht.
01:21:14: Das ist immer ein super Einstieg.
01:21:16: Und das ist eine Einstiege für zum Beispiel Eltern die lernen wollen?
01:21:21: Oder ist es ein Buch für Kinder?
01:21:23: Beides eben!
01:21:24: Es wendet sich sowohl an die Eltern erklärt sogar auch wie die Regulation vom Nervensystem sich aufregend beruhigen, wie das am besten funktioniert.
01:21:33: Wie man das begleiten kann auch für Kinder?
01:21:36: Weil da geht es ein bisschen um das Thema Angst.
01:21:39: auch der Christopher End hat eine Geschichte geschrieben wo es eben wohl kinderne Zeitreise machen und landen im alten Japan.
01:21:49: Und die Kinder lernen da wie sie mit mit angst auch umgehen können durch Haram-Editation oder durch Zentrierungsübungen.
01:21:56: und dass quasi die Idee Neugierig zu machen und dann spielerisch die Übungen dazu zu machen.
01:22:09: Also ich finde es ist ein super Buch geworden von uns beiden.
01:22:13: Das kommt definitiv in die Show-Notes bzw.
01:22:15: in die Videobeschreibung, die beiden Bände, die bisher erschienen sind.
01:22:19: Und gibt's das auch als Hörbuch?
01:22:23: Ja leider noch nicht!
01:22:24: Ist mal ne Idee... Ich find ja Hörbuch für jetzt mal angesagt.
01:22:29: Kommt noch mal in den Puls dafür.
01:22:32: Anando, wir haben viele Themen besprochen.
01:22:38: Ich finde die Dimensionen dessen was du machst ist ein bisschen klarer geworden.
01:22:43: ich glaube man könnte auch in so viele Bereiche reingehen.
01:22:45: aber was ich so mitnehme bis jetzt bis hierhin ist das... ...ich merke je mehr ich mit dir spreche wie eng alles miteinander verzahnt ist und wie sehr es aufeinander aufbaut Deine Reise sehr schlüssig, so vom einen zum anderen Punkt führt und irgendwie dieses Bild um ein Puzzlestück erweitert.
01:23:06: Aber es ist trotzdem ineinander greift.
01:23:07: Das ist so was ich wahrnehme.
01:23:11: Und wovon ich mit großer Dankbarkeit auch von profitieren durfte weil ich ja einige Stunden mit dir verbringen durfte.
01:23:20: Magst du zum Abschluss unseres Gesprächs?
01:23:24: noch was teilen, was ich so überhaupt nicht gefragt habe oder was das dir irgendwie fehlt?
01:23:29: Also mir fehlt jetzt gar nichts.
01:23:32: Ich würde sagen, mir hat es einmal sehr viel Freude gemacht mit dir hier das alles da zu legen und ich freue mich an deinem Forschergeist ja auch an dem wie ehrlich du dich mitteilst und dich sichtbar machst.
01:23:52: also macht mir echt Freude.
01:23:55: Vielen, vielen Dank.
01:23:56: So haben wir eine große Ehre mit dir zu sprechen.
01:23:59: Ich packe alles was zu deiner Arbeit gehört also sowohl Bücher aber auch links zur Website und auch wo man natürlich deine Angebote hier auf der Uterseite wo man deine Angebot die du sowohl Dunkelmeditation als auch Harra Awareness alles einmal separat in die Show knows dass man einfach mal alle Links hat um sich durchzuklicken.
01:24:22: Ja cool gerne!
01:24:24: Großes Dankeschön.
01:24:26: Ich danke dir!
01:24:27: Bis zum
01:24:37: nächsten Mal.
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